Schrankenposten
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Einführung und Erläuterungen

Listen mit Schrankenposten - was soll das?

Es ist ja nicht zuletzt ein Sammeltrieb, der bei vielen Eisenbahnfreunden den eigentlichen Antrieb zu ihrem Hobby darstellt: mal gilt die Aufmerksamkeit aussterbenden Baureihen, mal aussterbenden Lackierungsvarianten, mal stillzulegenden Strecken. Wer aufmerksam die EF-Zeitschriften der letzten Jahrzehnte liest, wird bemerken, daß es regelrechte Moden gibt, je nach dem, welche Klasse von Objekten gerade am gefährdetsten oder seltensten erscheint. In fast allen Fällen steht der Wert eines Eisenbahnerlebnisses (also z.B. eines fotografierten Zuges oder Motivs, einer befahrenen Strecke, ...) in direkt proportionalem Verhältnis zu seiner Seltenheit oder Nicht-Wiederholbarkeit.

Das Tun der Eisenbahnfreunde ist also ein zutiefst konservatives, rückwärtsgewandtes: es gilt das Vergangene zu konservieren, das,
- was es eigentlich schon nicht mehr gibt (siehe Dampfloksonderfahrten),
- was es in greifbarer Zukunft nicht mehr geben wird (z.B. 103er),
- was eigentlich nicht mehr in die moderne Zeit passt (z.B. Schrankenposten).

Da mich einerseits alte Sicherungstechnik interessiert und ich andererseits gerne Eisenbahnen in interessanter Umgebung fotografiere, habe ich Mitte der 90er Jahre begonnen, systematisch aufzunehmen, wo noch wärterbediente Schrankenposten existieren. Es hätten ebensogut auch Betriebsstellen mit Formsignalen oder alte Stellwerke oder Blockstellen sein können (die sammele ich nebenbei auch, allerdings nicht so konsequent).

Die Veröffentlichung der Listen auf dieser Homepage soll nun dazu dienen, anderen Interessierten Hinweise zu geben, wo welche Schrankenposten existieren. Umgekehrt erhoffe ich natürlich auch Rückmeldungen, wo es weitere Posten gibt oder ob Posten zwischenzeitlich aufgelassen wurden.

 

Welche Schrankenposten sind in den Listen enthalten, welche nicht?

Die Listen enthalten wärterbediente Schrankenposten. Das sind solche Betriebsstellen, an denen ein Schrankenwärter (bzw. eine Schrankenwärterin) einzig und allein die Aufgabe hat, Schranken zu bedienen und zu überwachen.
An wärterbedienten Schrankenposten können sowohl mechanische als auch elektrische Schrankenanlagen vorkommen. Gelegentlich (und immer häufiger) gibt es provisorische Handposten, an denen meist private Wachdienste mit Sperrketten, Girlanden oder Schlagbaumschranken von Hand die Straße sperren, wenn ein Zug kommt.
Etliche Posten sind Relikte von Betriebsstellen mit einstmals umfangreicheren Aufgaben, z.B. Stellwerke oder Blockstellen. Auch diese Posten sind aufgenommen, sofern sie noch in Betrieb sind.
Schließlich werden auch stillgelegte Posten aufgenommen, soweit das Postengebäude als solches vorhanden, erkennbar und fotografierbar ist.

Nicht in den Listen enthalten sind Schrankenanlagen, die von anderen Betriebsstellen als von Schrankenposten bedient werden - also z.B. von Stellwerken aus - , seien sie auch noch so fotogen und technisch interessant (irgendwo muß ja schließlich mal Schluß sein, oder?). Ebenfalls nicht aufgenommen sind stillgelegte, aber noch existierende Stellwerke und ähnliches, die irgendwann vor der Stilllegung einmal als reine Schrankenposten dienten.

Andererseits war ich in einzelnen Fällen inkonsequent und habe Blockstellen sowie Weichenposten in die Liste aufgenommen.
Erstere haben in den Listen insofern eine Daseinsberechtigung, als insbesondere im ex-DR-Gebiet viele Blockstellen vorrangig der BÜ-Deckung und nicht der Verringerung des Zugfolgeabstands dienen. Hierbei handelt es sich faktisch um Schrankenposten mit BÜ-Deckungssignalen.

Die Posten habe ich zunächst auf eigenen Bahnreisen aufgespürt. Naturgemäß war dadurch die Erfassungsdichte in Südwestdeutschland, wo ich lebe, deutlich höher als im Norden und Osten der BRD, wo ich seltener hinkomme. Dankenswerter Weise haben mich viele Eisenbahnfreunde unterstützt und Meldungen aus ihren Regionen beigetragen.
 

Legende: wie sind die Listen zu lesen?

Schriftstil der Listenzeile Alle in Betrieb befindlichen Posten sind in fetter Schrift dargestellt. Erscheint keine Zeile in fetter Schrift, dann hilft eine Vergrößerung der Standardschriftart des Browser meist weiter (bei Mozilla z.B. mit [strg + '+']. Wenn nicht, gibt es in der betreffenden Region keine aktiven Posten mehr ...
Außer Betrieb befindliche Posten erscheinen in normaler Schrift. Außer Betrieb kann bedeuten, dass der Bahnübergang vollständig aufgehoben wurde, dass eine andere Sicherungsart installiert wurde (z.B. zugbediente Anlage, von Fdl fernbediente Anlage, ...), die eine örtliche personelle Besetzung überflüssig gemacht hat. Auf jeden Fall ist das ehemalige Postengebäude noch vorhanden.
 
KBS: Die Kursbuchstrecke (KBS) ist innerhalb jeder Tabelle das Sortierkriterium. Die einzelnen Posten sind unter der aktuellen KBS-Nummer bzw. unter der letzten, bei Stillegung des Personenverkehrs gültigen KBS-Nummer (z.B. ex233b)geführt. Posten an Strecken, die niemals Personenverkehr hatten, sowie an Anschlußbahnen und -gleisen sind jeweils am Ende der Tabelle eingeordnet, wobei zur Orientierung meist die KBS-Nummer der nächstgelegenen Strecke in Klammern angegeben ist.
 
Name: DB AG-interne betriebliche Bezeichnung des Schrankenpostens. In der Regel handelt es sich um eine Nummer, die auch außen am Postengebäude oder auf einer Tafel am BÜ selbst angeschrieben ist.
Die Numerierungspraxis ist regional unterschiedlich. Zum Teil werden die Posten entlang einer Strecke durchnumeriert, zum Teil erhalten sie als Nummer den Streckenkilometer, an dem sie sitzen; bei den Strecken der ehemaligen Pfälzischen Eisenbahn sind die Posten netzweit durchnumeriert. Weitere Unterschiede bestehen insofern, als in etlichen Regionen unabhängig von der Zahl der bedienten BÜ nur der Posten selbst eine Nummer erhält, in manchen Fällen aber jeder einzelne BÜ benummert wird. In letzterem Fall ist die Nummer des dem Postengebäude nächsten BÜ angegeben. In Einzelfällen, insbesondere wenn der Posten früher eine Betriebsstelle mit weiteren Aufgaben (z.B. Fka, Bk, ...) war, wird bei der DB statt einer Nummer der Name der früheren Betriebsstelle verwendet.
 
Streckenkilometer: Hektometerangabe für den Standort des Postens.
Diese Angabe ist lediglich zum Auffinden eines Postens gedacht und insofern - insbesondere wenn der Posten aus dem fahrenden Zug registriert wurde - nicht immer ganz exakt.
 
Betriebsstelle 1 und
Betriebsstelle 2:
Angabe der nächstgelegenen (ggf. ehemaligen) Betriebsstellen in beide Streckenrichtungen. Liegt der Posten in unmittelbarer räumlicher Nähe einer Betriebsstelle - z.B. bei Haltepunkten in Sichtweite des Bahnsteigs, bei Bahnhöfen zwischen den Einfahrsignalen - so ist nur diese Betriebsstelle angegeben.
Auch diese Angabe dient vorrangig dem Auffinden des Postens.
Die Reihenfolge der Nennung der beiden Betriebsstellen entspricht leider nicht immer der Kilometrierungsrichtung - darauf habe ich bei Aufbau der Liste nicht geachtet und mittlerweile keine Lust mehr, alle Eintragungen daraufhin zu kontrollieren.
 
Stand: Monat und Jahr der letzten Sichtung bzw. Erwähnung in der Literatur.
 
kreuzende Straßen: Die Angabe der Art der kreuzenden Straßen dient dazu, die verkehrliche Bedeutung und die räumliche Lage des Postens einzuordnen.
H: Hauptstraße (z.B. Landes- oder Bundesstraße oder andere Vorfahrtstraße)
N: Nebenstraße (z.B. Wohnstraße oder Ortsverbindungsstraße geringer Bedeutung)
F: Feldweg
FG: Fuß- oder/ und Radweg
ohne Kleinbuchstabe: innerhalb geschlossener Ortschaft
Kleinbuchstabe a: außerhalb geschlossener Ortschaft
 
Bemerkungen Beliebige zusätzliche Angaben, z.B. zu früheren weiteren Nutzungen des Postens, zu sicherungstechnischen Besonderheiten, zu Bauart und Architektur des Gebäudes, ...
Abkürzungen:
mVS(X): mechnische Vollschranke mit X Schrankenbäumen eVS(X): elektrische Vollschranke mit X Schrankenbäumen emVS(X): mechnische Vollschranke mit elektrischem Antrieb und X Schrankenbäumen HS oder HSA: Halbschranke(nanlage) HL oder HLA: Haltlicht(anlage)  
Bildlink Link zu Bild(ern) des Postens. Auf externe Links wird gesondert hingewiesen, ebenso auf 'Gastfotografen' auf meinen eigenen Seiten.

 

Was ist in den Galerien zu sehen?

Die Bildergalerien sind nach Bundesländern geordnet. Für jedes Bundesland existiert eine eigene Galerie, bestehend aus kleinen Vorschaubildern und erläuterndem Text. Von den Vorschaubildern aus sind die großen Bilder (ca. 600 ... 750 Pixel Breite, bis zu 120 kB) zu erreichen.
Innerhalb des Bundeslandes sind die Bilder grob geographisch geordnet, in der Regel von Nordwest nach Südost .

Die Galerien enthalten neben den in den Listen aufgeführten Posten auch 'historische' Bilder von Posten, die nicht mehr existieren.

Die Bildergalerien haben sowohl einen dokumentarischen als auch einen ästhetischen Anspruch. Einerseits sollen Schrankenposten in ihrer Vielfalt dokumentiert und präsentiert werden, andererseits sollen schöne Eisenbahnbilder gezeigt werden. Die Bilder können nicht in allen Fällen beiden Ansprüchen gerecht werden; im Zweifelsfall steht meist die Bildqualität hinter dem Dokumentationsanspruch zurück.

Die Mehrzahl der Bilder wurde von mir selbst aufgenommen. Etliche Bilder, vor allem aus den mir fern liegenden Regionen, wurden mir von Gastfotografen zur Verfügung gestellt. Sie sind in den Galerien namentlich ausgewiesen. Denm Gastfotografen sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt.

Die Bilder entstanden mit einer meiner Pentax ME Super oder einer Pentax A3. Als Filmmaterial verwende ich Fuji Sensia II 100 (bzw. die entsprechenden Vorgängermodelle) oder Ilford HP5.

Für die Veröffentlichung auf meiner Homepage wurden die Bilder in der Regel elektronisch bearbeitet. Meist beschränkt sich die Bearbeitung auf Zuschneiden, Schärfen, sowie ggf. Helligleits- und Kontrastkorrekturen. Ein Teil der gezeigten Schwarz-Weiß-Aufnahmen sind konvertierte Farbaufnahmen. In seltenen Fällen habe ich störende Elemente (Kratzer, Drähte, optisch zu dominante Utensilien) retuschiert.

 

 

 

 

 


Diese Datei wurde erstellt von Volker Blees am 30.01.2005.
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